Alicia mirabilis
DE: Beerenanemone
EN: Berried anemone
ES: Anémona milagro
FR: Cérianthe solitaire
Alicia mirabilis (Johnson, 1861) auch bekannt als Beerenanemone oder Wunderanemone, ist eine auffällige Seeanemone aus dem Mittelmeer und dem östlichen Atlantik. Die Art gehört zur Familie Aliciidae und ist besonders für ihren ausgeprägten Tag‑Nacht‑Formwechsel bekannt.
Morphologie
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charakteristische, beerenartige Struktur des Körperstamms
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orange bis rötliche Säule, kontrastiert von weißen Tentakeln
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nächtliche Ausdehnung auf bis zu ca. 40–50 cm Höhe
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tagsüber stark kontrahiert und unscheinbar
Verhalten
Alicia mirabilis ist nachtaktiv: Nach Einbruch der Dunkelheit entfaltet sie ihre langen Tentakel zur Beutefangjagd auf Zooplankton und kleine Fische. Tagsüber zieht sie sich vollständig zusammen, um sich vor Fressfeinden und Sonneneinstrahlung zu schützen.
Lebensraum
Die Art kommt vor:
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im Mittelmeer
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im östlichen Atlantik (u. a. Azoren, Iberische Halbinsel)
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im Roten Meer
Sie bevorzugt felsige Untergründe in Tiefen bis etwa 40 m.
Ökologische Bedeutung
Als sessiler Räuber trägt Alicia mirabilis zur Regulierung planktonischer Organismen bei.
Ihre Tentakel enthalten starke Nesselzellen, die für Menschen schmerzhaft sein können.
Systematik & Forschungsgeschichte
- Erstbeschreibung 1791 durch Gmelin.
- Historisch mehrfach umklassifiziert (u. a. Doris peregrina, Cuthona peregrina, Hervia costai).
- Molekulare Studien bestätigen die Zugehörigkeit zur Familie Facelinidae und zeigen geringe genetische Differenzierung zwischen Mittelmeer- und Atlantikpopulationen.